Marketing auf Abwegen

Wie golem.de berichtet, scheint ein Netzwerk aus Markenpiraten NEC mit einer neuen Marketing-Masche das Leben schwer gemacht zu haben. Es wurden nicht nur Produkte gefälscht, indem ein NEC-Logo aufgedruckt wurde, es wurden auch selbst entwickelte Produkte mit aufgedrucktem NEC-Logo in Umlauf gebracht.

Produktpiraterie ist ja eigentlich kein neues Phänomen, schon immer versuchten Firmen Teil am Erfolg der Konkurrenz zu haben, indem sie einfach die gleichen Produkte herstellten, mit dem Logo der Konkurrenz versahen und mit kleineren Preisen den Absatz der eigenen Herstellung beflügelten.
Nur was macht dann so eine Firma, deren Fälschungen sich scheinbar so gut verkaufen und von solcher Qualität sind, dass viel Geld in die Kassen kommt? Genau, eine Marketingabteilung wird eingerichtet, die den Absatz noch weiter fördern soll. Eines dieser Marketinggenies erkennt dann auch schnell, dass sich das Unternehmen in einer Bredouille befindet: man ist vom Sortiment des Konkurrenten abhängig. Lösung: Eigententwicklungen anbieten.

Und so nahm die Sache ihren Lauf, die beteiligten 50 Firmen machten sich an die Arbeit und heraus kamen Produkte, die NEC eigentlich garnicht im Sortiment hatte, aber dennoch von guter Qualität gewesen sein, so NEC. Man habe sich allerdings bei NEC auch über die zunehmende Anzahl von Supportanfragen gewundert, die sich mit Produkten befassten, die die Firma überhauptnicht kannte.
Oder kennt jemand Stereoanlagen von NEC?