Beobachtungen in Australien

  • Für Europäer erscheint Western Australia zurzeit sehr teuer. Jedoch ist das alles relativ in einem Land, das einen Mindestlohn von 17$/h eingeführt hat.
  • Die Supermärkte spinnen, was Rabatt- und Sonderpreisaktionen angeht, noch deutlich mehr, als man z.B. von französischen gewohnt ist. Man hat das Gefühl, permanent abgezockt zu werden. Und nach diversen Einkäufen im gleichen Supermarkt kann ich behaupten, dass das Gefühl durchaus seine Berechtigung hat. Wachsam einkaufen ist das oberste Gebot.
  • Fußwege oder Radwege gibt es in den Wohngebieten quasi nicht. Wofür auch, wenn doch der Aussie jeden Meter mit dem Auto fährt. Ich habe hier schon ein paar Häuser gesehen, deren Hauseingang nur über einen Rasenweg an die Straße angebunden ist. Wird ja eh nicht verwendet, da man sowieso nur über die Hofeinfahrt mit dem Auto ans Haus fährt.
  • Die Menschendichte außer Haus ist extrem niedrig. Was durchaus auch angenehm sein kann. Wenn man Menschen sucht, muss am z.B. am Wochenende in die Reservations oder Parks gehen, dort sind da alle Aussies am Picnicen.
  • Was auch gleich den Grund liefert, warum alle Aussies auch in den Städten riesige Autos haben: Zum Picnic wird gefühlt die halbe Küche und das halbe Esszimmer mitgenommen. Tische und Stühle neben den unzähligen Kühlboxen in die Parks zu schleppen scheint selbstverständlich.
  • Die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der meisten Leute hier ist für einen Deutschen zumindest als „sehr ungewohnt“ einzustufen. Man gewöhnt sich jedoch an die Atmosphäre recht schnell und ist auch nicht mehr verwundert, wenn man an der Supermarktkasse nach seinem Wochenende gefragt wird.
  • Gemüße, Milchprodukte und Importwaren sind unglaublich teuer.
  • In der Mittagspause Essen gehen verbietet sich, da man auch für kleine Sachen ziemlich viel Geld loswerden kann. Einzige Ausnahme sind Hungry Jack’s, McDonalds und Konsorten, die überraschenderweise günstiger sind als in Deutschland. Daher ist es üblich, dass sich jeder fürs Mittagessen Reste vom Vortag mitbringt und in der Mikrowelle aufwärmt.
  • Kaffeegenuss scheint bei Aussies (noch) kein Begriff zu sein. Im Supermarktregal gibt’s zu 80% Instantkaffee.
  • Durch die krude Zeitzone und Lage von Perth muss man sich nicht nur an die Zeitzone ansich, sondern auch an die der Sonnenauf- und untergangszeiten angepasste Lebensweise gewöhnen. In den Büros würd üblicherweise spätestens gegen 7:00 angefangen. Was auch verständlich ist, im Sommer geht die Sonne hier kurz nach 4:00 auf. Dafür ist dann auch um 20:00 schon fast wieder dunkel.
  • Sogar die Busfahrer sind ausgesprochen freundlich und locker.
  • Die Verkehrsregeln sind für einen Europäer ungewohnt simplifiziert. Die Aussies kommen wirklich mit ungefähr 10% der Schilder aus, die man so aus Deutschland gewohnt ist. Wenn man Vorfahrt hat, stehen keine Schilder.
  • Es gibt überall Unmengen von Geldautomaten.
  • Auf Lebensmittel gibt es keine Mehrwertsteuer (GST).
  • An Automarken sind hier eigentlich nur Holden, Ford und die bekannten asiatischen vertreten. Deutsche Autos sieht man eher selten. Französische garnicht.
  • Die größte Münze ist die 50 ct Münze.
  • Die 1 ct und 2 ct Münzen wurden aus dem Verkehr gezogen. Wenn man bar bezahlt, wird auf 5 ct gerundet.
  • Internet ist im Vergleich zum gewohnten ziemlich teuer. Alle Sites, die nicht auf australischen Servern liegen, sind unglaublich langsam. Auch in der Uni gibts selten mehr als 200 kB/s.
  • Die Werbeblöcke im TV schaffen es, fast noch nerviger zu sein, als das, was ich so aus dem deutschen TV kenne.
  • Die Raben-ähnlichen Vögel klingen wie Katzen und scheinen eine Art lustige Sprache zu sprechen.
  • Die Elster-ähnlich Vögel sind dafür bekannt, auch gerne mal Glitzerndes direkt vom Menschen zu erkämpfen.
  • Die Ladenöffnungszeiten sind gewöhnungsbedürftig.

3 Gedanken zu „Beobachtungen in Australien“

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